Die zwoelf Monate

 

Die erste Premiere des Theater o.N. in der renovierten Spielstätte|  Ein Märchen ab 5 Jahre

Es ist Winter – oder die Welt ist schon untergegangen. Jedenfalls liegt Schnee. Hoch. Nirgend eine Fußstapfe. Zwei alte Schwestern erinnern sich an den Wechsel der Jahreszeiten, an die Zeit, an den Mond, der sie strukturiert und an die Zahlen, die Intervalle schaffen…
Sie leben in einer Welt aus Licht und Schatten. Die Andere verlangt immer wieder Unmögliches: Erdbeeren im Winter! Wie soll das gehen? So ist die Eine gezwungen, die wilden Wünsche der Anderen zu erfüllen und begegnet hoch oben auf dem Gipfel des verschneiten Berges zwölf Gestalten auf zwölf Steinen: den zwölf Monaten, die ihr bei ihrer verzweifelten Suche außerplanmäßig helfen.

Die Regisseurin Katharina Kummer verwebt in der Inszenierung zwei slawische Märchen, mit den Kreisläufen der Natur, dem Zauber der Zahlen – durchweht von einem Hauch Apokalypse. Zwei der ältesten o.N.-Gestirne, Iduna Hegen und Uta Lindner, schlüpfen in der schneeweißen Papierlandschaft des Eismonats (Raum: Sophia Linhart und Manjana Langner) in die Rollen der ungleichen Märchenschwestern als wären sie Hollywooddiven. Und wenn die beiden Alten sich über die ewigen Kreisläufe der Natur hinwegzusetzen suchen, werfen die filigranen Papierfiguren und Scherenschnitte von Günther Lindner ahnungsvolle Schatten voraus.

Das Märchen für Menschen ab fünf beginnt und endet da, wo das junge Publikum seinen Lebensweg auf dem Planeten beginnt: in einer Welt, die von Naturkatastrophen geschüttelt wird, in der die Jahreszeiten längst durcheinandergeraten sind und alles selbstverständlich scheint: Erdbeeren, Veilchen und rote Äpfel im Winter!

Die freie Regisseurin und Autorin Katharina Kummer (u.a. Maxim Gorki Theater, Theater Augsburg, DSCHUNGEL Wien) kommt, wie auch die beiden Spielerinnen ursprünglich vom Puppen- und Objekttheater: studiert hat sie an der Ernst Busch Abteilung Puppenspielkunst und war selbst als Spielerin am renommierten Puppentheater Halle engagiert.

Mitte September wurde die Spielstätte des Theater o.N. in der Kollwitzstraße nach einjähriger Verhandlungs- und Renovierungspause durch den Kultursenator, Dr. Klaus Lederer, wiedereröffnet. Seitdem findet dort wieder Theater für alle Altersgruppen statt, vom Baby bis zum Erwachsenen. Die Zukunft des Spielortes ist bis 2022 gesichert.

Spiel: Iduna Hegen, Uta Lindner | Text und Regie: Katharina Kummer | Musik: Uwe Arthur Felchle | Figuren, Objekte: Günther Lindner | Raum, Material: Sophia Linhart, Lorna Manjana Langner | Dramaturgie: Dagmar Domrös | Produktionsleitung: Olga Ramirez Oferil | Mitarbeit: Michaela Millar, Marie Yan

Premiere: 24. November, 16:00 Uhr

Familienvorstellungen: 25. November; 1., 2. Dezember 2018 & 2.,3. Februar 2019 | 16Uhr
Kita- und Schulvorstellungen: 26.-28. November; 3.,19.,20.,21. Dezember 2018 & 29.-31. Januar & 5.-8. Februar 2019 | jeweils 10Uhr

Ort: Theater o.N. | Kollwitzstraße 53, 10405 Berlin
Preise: 10,- Erwachsene /7,- ermäßigt /5,- Kinder
Reservierungen über karten@theater-on.de, www.theater-on.de oder telefonisch 030-4409214

Eine Produktion des Theater o.N., gefördert durch die Senatsverwaltung für Kultur und Europa, den Fonds Darstellende Künste und das Bezirksamt Pankow.