Freiheit

Eine preisgekrönte Inszenierung über Freiheit von und mit in Berlin lebenden Syrern

Die Inszenierung „Freiheit“ wurde unter der künstlerischen Leitung der Schauspielerin Magdalena Scharler von acht Syrerinnen und Syrern erarbeitet. „Die Schauspieler des deutsch-syrischen Theaterprojektes teilen ihre Lebensgeschichte mit dem Publikum und durchbrechen damit sprachliche und kulturelle Barrieren“ urteilte die Jury des Farbenbekennen Awards, der im Dezember 2018 zum ersten Mal vom Berliner Senat vergeben wurde und verlieh dem Projekt den mit 3000 Euro dotierten ersten Preis. Im Februar 2019 ist „Freiheit“ wieder zu sehen.

Es geht darum, wie ich mich von vielen Dingen befreien kann, die in meinem Leben so hart waren, dass ich sie nur noch zerbrechen wollte. Ich will zeigen, dass es weitergeht. Dass ich diesen Schmerz aushalten und in etwas Neues verwandeln kann. Arwa Azouz, Schauspielerin

„Was ist Freiheit?“ Die sieben syrischen Darsteller*innen fanden teils sehr unterschiedliche Antworten auf die Frage. Für die Inszenierung schrieben sie Texte, die Freiheit in Bezug setzen zu ihrer Fluchterfahrung, zur ungewohnten, neuen Freiheit, die ihnen in Deutschland zuteil wurde, zum Verlust ihrer Heimat. Es ist der Versuch einen Umgang mit der Desillusionierung und dem eigenen „Zerbrochensein“ zu finden, die die Flucht wie auch die Ankunft mit sich brachten.

Mein Kopf ist ein Käfig. Ein kleines Fenster. Es zeigt den Himmel.

Für die Inszenierung entstand ein fragmentierter Dialog, der in persönlichen Zeugnissen deutlich macht, wie unabdingbar Mensch-Sein und Freiheit miteinander verbunden sind.

 Welchen Preis kostet die Freiheit?

Die Initiative gründet auf der Idee der geflüchteten Männer selbst, die im Winter 2015/16 der Ohnmacht des Wartens etwas entgegensetzen wollten. Ohne Institution im Rücken erarbeiteten sie gemeinsam mit professionellen Berliner Theatermachern und neu hinzukommenden Ensemblemitgliedern, darunter auch geflüchtete syrische Kultur-und Theaterschaffende, die Inszenierungen „Letter to the world“ (2016) und „Deine Heimat. Meine Heimat“ (2017). „Freiheit“ ist der Abschluss dieser ‘Trilogie des Ankommens’, die ein Ausdruck dessen ist, was im Verlauf des Integrationsprozesses mit den Menschen geschieht.

Deutsch-Arabisch mit englischen Übertiteln | Spieldauer: ca. 80 Minuten

Aufführungstermine:                   21.-24. Februar 2019, 20 Uhr
Veranstaltungsort:                        Theater im Delphi | Gustav Adolf Straße 2 | 13086 Berlin
Tickets:                                             delphi.reservix.de
Preis:                                                 13,-/ermäßigt 8,-/Berlin Pass 5,- Euro
Weitere Informationen:              w ww.synformat.org | https://vimeo.com/user48698627

Von und mit: Alaa Nasser, Arwa Azouz, Diana Kadah, Hares Al Raad, Jangy Ali, Mohammad Ali, Ramadan Hamoud, Zakaria Mohammadia | Künstlerische Leitung: Magdalena Scharler | Bühne: Anne-Simone Vogt | Kostüm: Alina Völker | Musik: Simon Detel | Licht: Gordon Dyballa | Projektionen: Magdalena Scharler, Anne-Simone Vogt | Schnitt: Sascha Gerlach | Unterstützende Mitarbeit: Muhamad Nanaa, Mohamad Muzayek, Zena El Abdalla | Produktionsleitung: Magdalena Scharler, Sophia Riepe, Fiorina Brotbek

Eine Produktion von syn:format e.V., gefördert durch die Senatsverwaltung für Kultur und Europa. Dank an: ufaFabrik, PAM-Events und Friedrichstadtpalast