Hate Hate But different

Recherchetheaterstück über Hass als politische Emotion

Wie wirkt Hass – und was macht ihn für die politische Rechte zu einem so attraktiven Instrument der Macht? Das dreiköpfige Theaterkollaborativ Futur II Konjunktiv erkundet mit „Hate Hate But Different“ ein aufstrebendes Gefühl, das Menschen bewegt, zusammenschweißt und tötet.

Die Inszenierung begibt sich mit immer neuen Anläufen in Verästelungen, Bedingungen und Erscheinungsformen des Hasses und vertieft sich in den Diskurs über Gründe, Abgründe und Auswege. Basierend auf zahlreichen Interviews mit Kenner*innen der rechten Szene, Opferberater*innen sowie mit Expert*innen aus Philosophie, Geschichtswissenschaft und Kriminalpsychologie nehmen der Autor Matthias Naumann und der Regisseur Johannes Wenzel die Strategien der garnichtmehrsoneuen Rechten in den Blick:

In neun Kapiteln untersuchen zwei Spieler*innen das ebenso gefühlvolle wie aggressive Instrument der Macht, das Land auf Staat ab seine Wirkung entfaltet. Sie umzingeln den Hass, befragen ihn nach Theorie und Praxis; treiben ihn in die Enge, beäugen und bestaunen ihn und verstehen ihn doch nicht. Aus Erfahrungsberichten, Monologen, Interviews, Argumenten und Ironie entsteht ein intensiver Diskurs über die Sprache, die Taten, den Ursprung und die Wirkkraft des Hasses als politische Emotion. Die Suche beginnt im Hier und Jetzt, führt vorbei an Hanau, Kassel und Dresden und streift schließlich Weimar, wo alles schon einmal da war. Oder ist es doch alles ganz anders?

Der rechte Hass hat immer ein Netzwerk

Das Theaterkollaborativ Futur II Konjunktiv besteht aus dem Autor Matthias Naumann, dem Regisseur Johannes Wenzel und der Kostüm- und Bühnenbildnerin Cristina Nyffeler. Pendelnd zwischen freier Szene und Stadt- und Staatstheatern erforschen die drei Theatermacher*innen mit ihren auf eigenen Theatertexten beruhenden Inszenierungen soziale und politische (Wert-)Verhältnisse der Gegenwart und Zukunft.

Mit Agnes Mann, Ingo Tomi Recherche, Text, Ko-Regie Matthias Naumann Recherche, Inszenierung Johannes Wenzel Bühne, Kostüme Cristina Nyffeler Musikalische Leitung, Komposition Jana Sotzko Assistenz Ana Gutschke Produktionsleitung: ehrliche arbeit – freies Kulturbüro

Premiere                                         23. November 2020, 19Uhr
Weitere Vorstellungen                24.–26. November 2020, 19Uhr
Ort                                                     HAU 2 | Hallesches Ufer | 10963 Berlin
Gastspiele                                       Ringlokschuppen Ruhr (Mühlheim an der Ruhr) April 2021
                                                          
HochX (München) 2021
                                                          
WUK (Wien) 2021
weitere Informationen               https://futur-ii-konjunktiv.de/ & https://www.hebbel-am-ufer.de

Eine Produktion von Futur II Konjunktiv in Koproduktion mit dem HAU Hebbel am Ufer Berlin und dem Ringlokschuppen Ruhr, gefördert aus Mitteln des Hauptstadtkulturfonds.