On the first night we looked at maps

Eine dokumentarische Performance auf den Pfaden der Migration

Auf der Suche nach der eigenen Herkunft geht das argentinisch-deutsche Künstlerpaar Federico & Wenzel Vöcks de Schwindt in „On the first night we looked at maps – Los alemanes del Volga“ den eigenen Spuren nach. Ihre Recherche führt sie, immer der eigenen Familiengeschichte folgend, zurück in vergangene Jahrhunderte und in die Ferne. Die Performance bietet ganz bewusst vor nur wenig Zuschauer*innen einen intimen Rahmen, verwebt die persönliche Geschichte der beiden Regisseure mit Recherchen über die Wege und Auswirkungen der Migration der Wolgadeutschen nach Südamerika.

Das Publikum sitzt – in der Theatervariante live ebenso wie online – an einem Tisch vor Karten, Fotos und Büchern, schlürft argentinischen Mate-Tee und begibt sich gemeinsam mit den Performern auf historische Spurensuche: Im 18. Jahrhundert wanderten die Wolgadeutschen aus dem Hessischen nach Russland aus und setzten einhundert Jahre später ihren Weg auf dem amerikanischen Kontinent fort; im Herzen immer die Sehnsucht nach einer ‘Heimat’, die nie existierte.

Voller Sehnsucht nach der Heimat ist mein Herz hier ganz erfüllt,
Und in weiter, weiter Ferne sich dein Bild vor mir enthüllt.

Es entsteht das Bild einer ebenso interkulturellen wie queeren Partnerschaft, die eingebunden ist, in eine Familiengeschichte der Migration. Stellvertretend für viele Menschen deren Leben sich zwischen den Kulturen abspielt, befragen die beiden Performer die Bedeutung der Situation für ihre Gegenwart – und Zukunft.

Federico & Wenzel Vöcks de Schwindt verbindet seit 2014 eine künstlerische wie auch private Partnerschaft. Ihre erste gemeinsam entwickelte Performance „On the first night we looked at maps“ wurde u.a. zum Performing Arts Festival Berlin (ausgewählt für die Nachwuchsplattform „Introducing…“), zum Furore Festival in Ludwigsburg und zum Festival Opera Prima in Rovigo/Italien eingeladen.

Federico Vöcks de Schwindt studierte Regie an der Universidad Nacional de las Artes in Buenos Aires, wo er auch seine ersten Inszenierungen auf die Bühne brachte. Seit 2015 lebt und arbeitet er in Berlin. Wenzel Vöcks de Schwindt studierte Theaterwissenschaft und Kunstge­schichte an der Freien Universität Berlin sowie an der römischen Università degli Studi Roma Tre, bevor er als Spielleiter und Regieassistent u.a. an der Komischen Oper und der Opera Vlaanderen in Gent ins Berufsleben einstieg.

Die Performance findet hauptsächlich auf Englisch statt.
Die Performance findet je nach Lage der Pandemie live oder digital statt. Für die digitale Variante der Performance wird vorab ein Set mit Requisiten und Materialien verschickt, um zu ermöglichen, sich auch am heimischen Küchentisch über das richtige Kartenmaterial beugen zu können. Daher bitte unbedingt die Adresse angeben – und möglichst nicht zu spät buchen!*

Ort                                                       TD Berlin | Klosterstraße 44 | 10179 Berlin
Termine                                                10 Vorstellungen vom 20.-27. Juni 2021
Tickets fürs Theater                             15€ und 9€
Tickets als Stream online*                    7,- Euro ( oder 15/9,- Euro als Solipreis)
Reservierung                                        https://tdberlin.reservix.de/events
Weitere Informationen                         https://td.berlin/ | https://voecks-de-schwindt.de

Eine Produktion von Vöcks de Schwindt, in Kooperation mit TATWERK | Performative Forschung. Die Wiederaufnahme findet in Kooperation mit dem TD Berlin statt und wird gefördert durch die Senatsverwaltung für Kultur und Europa des Landes Berlin.