Rights for Children

Die UN-Kinderrechtskonvention als Chortheaterprojekt mit Kindern, Jugendlichen und Franz Hartwig

Der Regisseur Alexander Weise bringt mit „Rights for Children“ die UN-Kinderrechtskonvention mit zwanzig Kindern, Jugendlichen und dem Schauspieler Franz Hartwig auf die Bühne. Das Chorprojekt nimmt die Unterzeichnung des Dokuments vor 33 Jahren zum Anlass, die von Vertragsstaaten versprochenen Rechte für Kinder und Jugendliche neu ins Bewusstsein zu rücken und kritisch zu beleuchten.

Die Inszenierung basiert auf dem Gesetzestext der Konvention selbst, der ergänzt wird durch Erfahrungen und Fragen der jungen Darsteller*innen, die von ihrer sehr eigenen Realität erzählen. So besteht der bewusst divers besetzte Chor bei Alexander Weise aus Individuen, die in ihrer Unterschiedlichkeit sichtbar werden und doch gemeinsam in Verbundenheit mit den anderen agieren. Als Kontrapunkt steht dem fordernden Chor aus jungen Stimmen der Schauspieler Franz Hartwig gegenüber, der aus der Distanz einer erwachsenen – vermeintlich überlegenen – Perspektive den Text befragt und der Unbestechlichkeit der von den Kindern vorgetragenen Konventionen die Vielschichtigkeit eines komplexen Diskurses entgegensetzt (Text: Marcel Luxinger):

Was sind die Errungenschaften unserer Zivilisation noch wert?

Die 360 Grad Projektionen von Stefano di Buduo setzen die Akteur*innen in einen globalen Zusammenhang und nutzen dazu Bilder, die unsere Wirklichkeit ebenso abbilden wie Illusionen, Utopien und emotionale Welten.

Die UN-Kinderrechtskonvention ist die Übereinkunft von bisher 196 Staaten auf Standards im Schutz von Kindern zu achten. Sie sind kein einklagbares Recht, sondern dienen lediglich als Versprechen. Am 20. November 1989 wurden sie von der UN-Generalversammlung unterzeichnet, wenn auch nicht von allen Ländern ratifiziert. Aus diesem Grunde findet die Derniere von „Rights for Children“ am 20. November 2022, dem Jahrestag der Unterzeichnung statt.

Der Schauspieler und Regisseur Alexander Weise erhielt bereits vor seiner Ausbildung an der Westfälischen Schauspielschule Bochum eine musikalische Ausbildung als C-Kirchenmusiker, in der er u.a. Chöre dirigierte. Zur Chorleitung fand er durch seine Begegnung mit Ulrich Rasche 2009 an der Volksbühne Berlin zurück. In zahlreichen weiteren Arbeiten mit Sprechchören neben Ulrich Rasche u.a. mit Karin Henkel und Cornelia Crombholz war es sein Ziel, auch und gerade im Rahmen der chorischen Arbeit, den persönlichen Zugang der Darsteller*innen zu den Texten zu finden, um im Chor jede*n einzelne*n in der Gemeinschaft sichtbar werden zu lassen. 2017 & 2019 wurden die Inszenierungen „Die Räuber“ und „Das große Heft“ (Regie: Ulrich Rasche) mit seinen Chören zum Theatertreffen eingeladen. „Rights for Children“ ist nach „Das Eddy Projekt“ seine zweite Regiearbeit, in der er erneut die Zusammenarbeit von einem Chor junger Darsteller*innen mit professionellen Künstlern flankiert.

Mit Franz Hartwig, 20 Kindern und Jugendlichen und zwei Musiker*innen
Regie + Konzept: Alexander Weise | Musik + Komposition: David Schwarz | Bühne + Video: Stefano di Buduo | Kostüm: Romy Springsguth | Text: Marcel Luxinger | Choreografie: Anna Pocher | Pädagogische Beratung: Ela Zorn | Produktion: Eva-Karen Tittmann und Berta PR/Produktion

Premiere/Uraufführung                 9. November 22

Weitere Aufführungen                  11., 12., 19., 20. November 22
Ort                                                 Theater im Delphi, Gustav-Adolf-Str. 2, 13086 Berlin
Tickets                                           https://theater-im-delphi.reservix.de
Preis                                              19 Euro, ermäßigt 12,- Euro  
Informationen unter                     www.theater-im-delphi.de  | https://www.alexanderweise.eu/aktuell


Ein Chorprojekt von Alexander Weise, gefördert durch den Hauptstadtkulturfonds, unterstützt durch BILD hilft e.V. „Ein Herz für Kinder“. In Koproduktion mit dem Theater im Delphi.

Die Bundesministerin für Familie, Senioren, Frauen und Jugend Lisa Paus übernimmt die Schirmherrschaft. UNICEF Berlin unterstützt das Projekt ideell mit einer Schirmherrschaft.