Verlorene Illusionen

Ein Festival quer durch Spandau auf der Suche nach neuen Gesellschaftsverträgen

Die Jugendtheaterwerkstatt Spandau entwickelt mit zahlreichen Partnern ein Festival, das mit Performances, Interventionen und wissenschaftlichen Diskursformaten ein gesellschaftliches Leben nach der Illusion von Gleichheit vorausdenkt.

Nicht nur die Migration hat das Zusammenleben in der Gesellschaft in den letzten Jahrzehnten verändert. Auch die Einschnitte durch neue Technologien oder das in den letzten Jahrzehnten entstandene Bewusstsein für die Endlichkeit natürlicher Ressourcen prägen die Superdiversiät der gegenwärtigen Gesellschaft. Die Gesellschaftsverträge basieren dagegen auf einer 70-jährigen Gesetzgebung und müssten längst angepasst und umgeschrieben werden: Die jtw macht sich unter Einbeziehung der Öffentlichkeit auf die Suche nach einer Spandauer Vision für ein zukünftiges gesellschaftliches Zusammenleben.

Geplant sind die diversen Interventionen und Performances an zahlreichen Orten in Spandau. Zum Auftaktwochenende ist es möglich, auf einem kleinen Parcours mehrere der Kurzpräsentationen nacheinander zu sehen.

Die jtw spandau setzt sich seit vielen Jahren in unterschiedlichen Projekten mit dem zoon politikon, dem Menschen, seinen politischen Rechten und seiner Repräsentation auseinander. Sie ist ein Ort lebendiger Auseinandersetzung, für alle Menschen vor Ort, die mit vielseitigen Netzwerk unterschiedlichster Berliner aber auch international tätiger Künstler arbeiten und einen Blick in die Zukunft wagen, um Gegenwart zu verändern.

Von 15. bis 30. September 2018, zu unterschiedlichen Uhrzeiten
An zahlreichen Orten in Spandau: u.a. in der jtw Spandau, der Paul-Gerhardt Gemeinde, am Flugplatz Gatow, im Park am Rathaus Spandau, in der Zitadelle Spandau uvm.
Genaues Programm siehe www.jtw-spandau.de

Konzept: Julia Schreiner, Carlos Manuel Performances und Interventionen von Arthur Romanowski, Peggy Klinkert, Chandra Bahadur Sunar, Franziska Seeberg, Bassam Dawood, Laura Werres, Josep Caballero Garcia, dem Bürgerensemble der jtw spandau in Kooperation mit dem teatro Cazenga (Luanda), Carlos Manuel, Orlando Domingos Architektur/Raumgestaltung: Van Bo Le-Mentzel, Alaa Tellawi  Leitung: Julia Schreiner

Eintritt frei, Spende erbeten

Das Festival Verlorene Illusionen ist ein Projekt der jtw spandau, gefördert durch den Senat Berlin (City Tax) und den Fonds Darstellende Künste. Die Kooperation der jtw mit dem teatro Cazenga findet im Rahmen des Austauschprojekts A VIDA E SONHO / DAS LEBEN IST TRAUM statt, gefördert von engagement global (BMZ), unterstützt vom Goethe-Institut Luanda und der Deutschen Botschaft Luanda.