Open Spaces

18.-23. Februar 2015ilias_Foto Dieter Hartwig_2
in der Tanzfabrik Berlin Wedding & im Milchhof

Mit einer Premiere von Sergiu Matis | einer `Vernissage` von Wilhelm Groener | Weiterentwicklungen von Arbeiten von Christina Ciupke und Julian Weber| einer Wiederaufnahme der Iliad von Felix Mathias Ott | einem Konzert von Demetrio Castellucci
Und der neuen Gesprächssreihe der Tanzfabrik Berlin im Studio 13

Im Frühjahr 2014 begründete die Tanzfabrik Berlin mit Open Spaces ein neues Format, das aktuelle Arbeitseindrücke der Künstler zeigt, die übers Jahr in den Studios tanzen, trainieren und probieren. Open Spaces ist daher kein kuratiertes Festival und gibt bewusst kein Thema vor. Es ermöglicht den Künstlern stattdessen Arbeiten zu zeigen, die gerade im Entstehen sind, Arbeitsprozesse offen zu legen und Erfolge wieder auf die Bühne zu bringen. So besteht Open Spaces aus einem Programm unterschiedlicher oft interdisziplinären Formate mit Konzerten, Gesprächen und  Ausstellungen ebenso wie Vorstellungen choreographischer Arbeiten, von ersten Probeneindrücken bis zur abendfüllenden Premiere.

Sergiu Matis | Performance | Uraufführung
Explicit Content
Tanztechniken schreiben sich mit der Zeit – Lage für Lage –in den Körper ein. Sie werden ein Teil von ihm, bestimmen seinen Ausdruck, treiben ihn zur Perfektion. Die Technik brennt sich in den Körper des Tänzers, lässt ihn zur Maschine werden. Zum Cyborg.
Explicit Content ist Aufbegehren und Lust zugleich. Widerstand gegen die rigide, artifizielle Form, der kein Virtuose zu entkommen vermag und das unbändige Vergnügen in der Technik aufzugehen, um die Unzulänglichkeiten des Körpers hinter sich zu lassen. Lustvoll quetscht sich der Körper in die vorgegebene Form und triumphiert, wenn die Maschine Tanz ihn überrollt.

Konzept: Sergiu Matis | Performance: Sergiu Matis, Maria Walser, Luis Rodriguez | Dramaturgie: Mila Pavićević | Dramaturgische Beratung: Siegmar Zacharias | Sound: Kyan Bayani, Martin Lutz | Licht: Sandra Blatterer  Kostüm: Lena Schmid

Eine Produktion von Sergiu Matis in Koproduktion mit der Uferstudios GmbH, im Rahmen des Projekts „Life long burning“ mit Unterstützung des Kulturprogramms der Europäischen Union, Tanzfabrik Berlin, gefördert durch den Regierenden Bürgermeister von Berlin -  Senatskanzlei -  Kulturelle Angelegenheiten.

Christina Ciupke und Igor Dobričić| Performance
Edition#1: to dance

Christina Ciupke und Igor Dobričić initiierten 2013 gemeinsam das Rechercheprojekt “(by)invitation”, das in einer Reihe konzipierter “choreografischer” Situationen an unterschiedlichen Orten zu erleben war. Die Besucher wurden dazu (persönlich und öffentlich) eingeladen. In Christina Ciupkes neuem Format „Editionen”, das künstlerische Kollaborationen vorbereitet und vertieft, entstehen Skizzen performativer Ideen oder Situationen. Für Edition#1: to dance begegnen sich Christina Ciupke und der Dramaturg Igor Dobričić nun erneut in einem modifizierten, erweiterten Arbeitsprozess.

Ein Projekt von Christina Ciupke und Igor Dobričić, gefördert durch die Kulturverwaltung des Berliner Senats, in Kooperation mit der Tanzfabrik Berlin

Julian Weber | Performance
Museum der Repliken II

Im Museum der Repliken kopiert Julian Weber Kunstwerke und konfrontiert Minimalismus mit suchenden Körpern. In der zweiten Runde führt er die Untersuchung an den institutionellen Räumen bildender und darstellender Kunst und den damit verbundenen konventionellen Präsentationsformaten weiter. Eine Ausstellung auf der Bühne befragt wie unterschiedlich Objekte und Körper betrachtet werden, was die Übersetzung mit dem Material anstellt und wo im Dschungel der Referenzen Eigenständigkeiten entstehen.
Choreographie /Performance: Julian Weber in Zusammenarbeit mit Juan Gabriel Harcha, Timo Müller, Jefferson Arcer, Michael Shapira, Zack Bernstein, Stuart Meyers, Inna Krasnoper

Ein Projekt von Julian Weber in Kooperation mit der Tanzfabrik.

Wilhelm Groener |Eine Installation & Intervention
o.T. ( AT )

o.T. (AT) sammelt audio-visuelle Dokumente, Texte und performative Interventionen in einer begehbaren Installation. Die experimentellen Anordnungen loten das Verhältnis zwischen Raum, Erfahrung und choreographischer Miniatur neu aus. Die Installation ist Abschluss eines Research Zyklus, aus dem heraus auch der choreografische Parcours »K-Projekt – als ich die Treppe hinunterstieg, um noch einen Abendspaziergang zu machen…« und die Performance »Korridor« entstanden sind. Gemeinsamer Ursprung ist die Beschäftigung mit den Tagebüchern von Kafka, deren innerer Text in physischer Resonanz zutage tritt.

Konzept: WILHELM GROENER – Günther Wilhelm & Mariola Groener | Performance: Rudi Fischerlehner, Mariola Groener, Günther Wilhelm

WILHELM GROENER wird gefördert durch Basisförderung des Regierenden Bürgermeister von Berlin – Senatskanzlei – Kulturelle Angelegenheiten.

Felix Mathias Ott | Performance
The Iliad
Der Bau des trojanischen Pferds – eine Metapher für Veränderungen, die durch Betrug und überraschende Täuschungen in der Lage sind, eine Welt aus den Angeln zu heben. Die Arbeit von Felix Ott ist aber keine Nacherzählung der Homerschen Ilias: Zwei Männer bestimmen mit archaischer Kraft und maskuliner Energie die Handlung und errichten trojanische Räume. Aus einer Choreografie des Bauens und Zerstörens entstehen suggestive Bildwelten und eine akustisch-visuelle Symphonie, die den Zuschauer dazu verführt, sich seinen eigenen Sehnsüchten zu stellen. Collagenartig wandert „The Iliad“ von der heutigen politischen Bühne hin zur antiken Polis und wieder zurück in unsere Gegenwart, die durch ihre unsichtbaren Spiele entlarvt wird.

„Es scheint aber etwas Großmächtiges zu sein und schwer zu fassen, der Topos (dt. Ort, Raum)“ Aristoteles

Eine Performance von Felix Mathias Ott | Künstlerische Beratung: Helga Wretmann | Sound: Alex Kassian | Lichtdesign: Martin Pilz | Performer: Ante Pavic, Maik Riebort | Produktionsleitung: Inge Zysk | Mit besonderem Dank an Falko Purner, Holz Possling, Baubühne Gmbh

Eine Produktion von Felix M.Ott in Kooperation mit der Tanzfabrik, gefördert durch den Hauptstadtkulturfonds.

4 mal 4 Einladungen & 4 Gespräche
STUDIO 13
Let’s talk about work (and life) - how to work, now and in the future
Studio 13 bietet Berliner Akteuren aus dem Bereich und Umfeld der zeitgenössischen Performing Arts Raum für Austausch über künstlerische Methoden und Arbeitsschwerpunkte. In vier aufeinanderfolgenden Gesprächen wird der Arbeitsansatz eines Künstlers von seinem Dialogpartner beleuchtet und kontextualisiert.

Die Kuratoren der Reihe Silke Bake und Jacopo Lanteri laden dazu einen Gast ein, der selbst eine Person ihrer Wahl zum Gespräch bittet, diese wiederum lädt eine dritte Person ein, die ihrerseits auch einen Gast für die Gesprächsreihe findet. Ausgehend vom eigenen aktuellen Arbeitsinteresse beginnt das erste Gespräch, das je nach dem auch ein Interview sein kann. Nach einer knappen halben Stunde, wendet sich der zweite dem dritten Gast zu und der Dialog spinnt sich weiter – hin zu einem Dialog zwischen der dritten und vierten Person. Der Kreis schließt sich, wenn schließlich der letzte wieder mit dem ersten Gast den Gesprächsfaden aufnimmt.

Mo 23.2.2015 Igor Dobricic | Mo 23. 3. Giulia Palladini|  Mo 27. 4. Siegmar Zacharias | Mo 1.6. Florian Malzacher und jeweils drei weitere Gäste,

Die Gesprächsreihe findet auf Englisch statt.

Die Namen der geladenen Personen, werden 2 Wochen vor der Veranstaltung auf der Website der Tanzfabrik bekannt gegeben.
Eine Gesprächsreihe der Tanzfabrik Berlin, mit freundlicher Unterstützung der Uferstudios GmbH. Kuratiert von Silke Bake und Jacopo Lanteri.

Demetrio Castellucci
BLACK FANFARE
Konzert

Die Musik von Black Fanfare bewegt sich parallel in zwei ungleichen Strömen. Zum einen ist sie melodisch, manchmal zart. Dann wieder dominiert der rhythmische Klang eines imaginären Kampfes zwischen perkussiven Elementen und einem rein elektro-akustischen Sound. Demetrio Castellucci hat mit Black Fanfare 2014 ein neues Album herausgebracht: 12 Heads. Er ist Gründungsmitglied der Performance-Gruppe Dewey Dell, deren Performances international zu sehen waren und produzierte Musik für Tanz in unterschiedlichen  Kontexten.
www.soundcloud.com/blackfanfare | www.blackfanfare.com

Ein Konzert von Demetrio Castellucci in Kooperation mit der Tanzfabrik Berlin.

KALENDER

EXPLICIT CONTENT | 19.-22. Februar 2015, 19 Uhr | Studio 14
TO DANCE | 18. Februar 2015, 19 Uhr | AULA im Milchhof
MUSEUM DER REPLIKEN 2| 20. Februar2015, 21.30Uhr | 22. Februar, 18 Uhr |Studio 5
O.T.| 19. – 22. Februar 2015, 17:00 – 21:00 Uhr | Studio 11
THE ILIAD | 19. -21. Februar 2015 | 20.30 Uhr | Studio 4
STUDIO 13| 23. Februar 2015, 23. März, 27. April, 25. Mai 2015 | 19Uhr |Studio 13
BLACK FANFARE | 19. Februar 2015, 21.30 |Studio 13

ORT:

Tanzfabrik Wedding • Uferstr. 8/23 • 13357 Berlin • U-Bhf Pankstraße
Invitation to dance findet in der AULA der Ateliergemeinschaft Milchhof  in der Schwedter Str. 232-234 in 10435 Berlin statt.

TICKETS:
organisation@tanzfabrik-berlin.de oder 030 20059270

PREISE:
14€ | ermäßigt 9€ [explicit content | the iliad]
9 € [to dance | Museum der Repliken]
5€ mit Suppe [Studio 13]
Eintritt frei [black fanfare | o.T.]