Institut für Widerstand im Postfordismus

Welche Revolution(en) werden wir erlebt haben werden? (Futur III)

Revolutionsautomaten mit revolutionären Bleigießsets in Kreuzberg

Performance, Workshop & Diskussion in der Vierten Welt

Ab 10. Dezember 2015 in Kreuzberg

Das Institut für Widerstand im Postfordismus wagt– passend zum Jahreswechsel – einen Blick in die Zukunft: Dazu stellt das Institut Revolutionsautomaten auf und schafft in seinen Performances eine Plattform, auf der gemeinsam zukünftige Geschichte geschrieben werden kann.

Das (Kunst-)Kollektiv Institut für Widerstand im Postfordismus erforscht kommende Revolutionen 2025-2029 und arbeitet als ein transdisziplinärer Zusammenschluss zwischen Kunst, Theorie und Aktivismus. Unter dem Motto „Wir müssen Gegengeschichte schreiben“ (Harald Welzer) forscht das Institut zu Widerstandsformen im Zeitalter des Postfordismus. Von Dezember 2015 bis April 2016 lädt das Institut an zwei Tagen im Monat zu einer offenen Forschungsplattform „Forschen am Widerstand“ ein, bei der Gäste aus Theorie und Praxis Einblicke in Techniken und Instrumente des Widerstands geben. Nach einem Input in Form von Lectures öffnet sich die Runde als Open Space: Gemeinsam kann die Zukunft des Widerstands geplant werden.

Das Institut arbeitet an der Erstellung von Prognosen: wie wird sich der Widerstand bis 2029 weiterentwickeln? Dabei etabliert es eine widerständische Praxis der Spekulation.  Passend zu seiner Philosophie startet das Institut im Dezember eine Kampagne mit Revolutionsautomaten, um das Widerstandspotenzial in der ‚Keimzelle Kreuzberg’ zu aktivieren. Die Automaten bieten revolutionäre Bleigieß-Sets zur politischen Spekulation. Im Deutungsbuch werden keine Karriere- oder Liebeswünsche befriedigt, sondern revolutionäre Interpretationen der Bleigebilde vorgeschlagen, die ein Ende der Schieflagen im Weltgeschehen vorhersagen.

Im Dezember und Januar lädt das Institut für Widerstand im Postfordismus dann in die Vierte Welt zur kollektiven Zukunftsspekulation ein: Jeder ist dazu aufgerufen, sich an der widerständigen Geschichtsschreibung zu beteiligen. Die Bleigießer sind eingeladen, ihre originellen Figuren für kommende Revolution zu den Veranstaltungen im Januar mitzubringen, bei denen das widerständische Potenzial spekulativer Praxen diskutiert wird: Welche Kraft geht von Vorhersagen aus? Wie ist es möglich, mit Prognosen revolutionäre Veränderungsprozesse auszulösen?
Dazu wird das Institut mit den Gästen Marcus Steinweg und Stefan Heidenreich spekulieren.

Zu Gast im Institut für Widerstand im Postfordismus:

10. Dezember   Tom Wohlfarth (Denkzentrum Demokratie) | Strömungen des Widerstands: Pro Demokratie
11. Dezember    Frank Adloff („Die Konvivialisten“, Universität Erlangen)| Instrumente des Widerstands: Das konvivialistische Manifest
8. Januar            Stefan Heidenreich (Autor und Theoretiker) | Instrumente des Widerstands: Spekulative Praxen
9. Januar            Marcus Steinweg („Überstürztes Denken“) | Instrumente des Widerstands: Behauptungsphilosophie
11. Februar        Caroline Rosenthal (Mietshäuser Syndikat) | Strömungen des Widerstands: Wohnraumpolitik
12. Februar        Lars Zimmermann („The City is Open Source“) | Instrumente des Widerstands: City Hacking
21. April              Malte Petersen (MPI für Bildungsforschung)| Instrumente des Widerstands: Nudging
22. April              N.N. | Strömungen des Widerstands: Fashion Revolution

Auszug aus dem Gründungsmanifest: „Wir konstatieren, dass der Postfordismus in Folge von Transformationen der klassischen kapitalistischen Verwertungsstrategien zu Privatisierung von Gemeinwohl und zur Vermarktung von Naturressourcen und geistigen Ressourcen geführt haben wird. Er wird zu einer kompletten Durchökonomisierung unserer Lebenswelt geführt haben, die den Höhepunkt des Erträglichen im Zuge der späten 2010er Jahre erreicht haben wird. An diesem Höhepunkt wird sich – endlich – großflächiger Widerstand formiert haben werden.“

Revolutionsautomaten finden sich u.a.
im Aufbauhaus, Kunstquartier Bethanien, Kino Babylon, Südblock oder bei b_books oder Möbel Olfe

Von und mit Vega Damm, Michaela Muchina, Elisa Müller, Inga Schaub, Joshua Wicke
Produktionsbüro ehrliche arbeit
Tickets: 5 € Tickets unter karten@viertewelt.de oder 0157-88440941
Vierte Welt | Neues Zentrum Kreuzberg | Galerie 1. OG | Kottbusser Tor | Adalbertstr. 96

Weitere Informationen
www.labelmüller.de
http://facebook.com/Institut-für-Widerstand-im-Postfordismus-687298894747430

Zu den regelmäßigen Kooperationspartnern zählen u.a. die Vierte Welt Berlin, die Universität der Künste, die Humboldt-Universität Berlin und die Rosa-Luxemburg-Stiftung. Zu den bisherigen Förderern gehören u.a. die Senatskanzlei für Kulturelle Angelegenheiten Berlin, der Hauptstadtkulturfonds, die Rudolf-Augstein-Stiftung, die Rosa-Luxemburg-Stiftung, der Fonds Darstellende Künste, das NRW Landesbüro Kultur und der Projektfonds Kulturelle Bildung.

Ein Veranstaltungsreihe des Instituts für Widerstand im Postfordismus und müller*****. Das Projekt wurde ermöglicht durch flausen – young artists in residence und den Marketingwettbewerb des Performing Arts Programm.