Rituale, Zeichen, Veraenderungen!

Ein Theaterstück des syrischen Autors Sadallah Wannus
Umgesetzt vom TAK Ensemble und dem Jungen TAK
Deutsche Erstaufführung

kunst-PR-ojekte: Pressearbeit

Premiere: 29. November 2012, 20 Uhr
Weitere Aufführungen 30. November sowie 1. Dezember 2012
und 24.-26. Januar 2013, jeweils um 20 Uhr

im Theater Aufbau Kreuzberg (TAK)

Regie Moritz Pankok & Abdelrahman El Sayaad |Regiemitarbeit Ariella Hirshfeld | Bühne Moritz Pankok | Live-Musik Dury Delbagh | Choreographie José Antonio Toimil| Theaterpädagogik Anna Koch & Nadya Graßmann

Mit Christian Arndt Sanchez, Christian Arnold, Julius Brauer, Kieu-Oanh Doan, Tara Jahan, Antonia Huff,
Maria Kasibadze, Begüm Kavunsuoglu, Idil Kavunsuoglu, Nastassja Kreft, Paula D. Koch, Peter Marty und Apolonia Specht

Von ihrem Mann mit einer Prostituierten betrogen, will sich die gebildete Mu’mina an der verlogenen Männergesellschaft rächen, indem sie bei der Prostituierten selbst in die Lehre geht. So beschreibt Sadallah Wannus den Umbruch der rigiden, mittelalterlichen Damaszener Gesellschaft in Anlehnung an eine Erzählung aus dem 19. Jahrhundert. In seinem Drama nimmt Wannus viel von der Dynamik heutiger Zustände vorweg.

 

Anhand des arabischen Textes von 1994 begibt sich das TAK Ensemble nun auf eine theatrale Erkundungstour über Macht und Frauenrechte zwischen Syrien und Moritzplatz. Neben der Live-Musik von Dury Debagh setzen die Regisseure Moritz Pankok und Abdelrahman El Sayaad in
der Inszenierung auch Bauchtanz und Schattentheater ein und verwenden somit Kunstformen, die traditionell in der arabischen Welt eine wesentliche Rolle spielen. Sie greifen aber auch auf moderne Techniken des Ausdrucks wie Graffiti oder chorales Sprechen zurück – zwei Mittel, die im arabischsprachigen Raum erst im Zuge der Revolution an Bedeutung gewonnen haben.

Der arabische Dramatiker Sadallah Wannus (1941-1997) setzte sich in seinem Heimatland Syrien für Freiheit, Reformen und die Anerkennung Israels ein. Das Theaterstück ist eines seiner letzten Werke, das er an Krebs erkrankt, noch im Krankenhaus verfasste. Er schreibt im Vorwort zu dem Text: „Der Ort Damaskus und die Zeit – die zweite Hälfte des 19. Jahrhunderts – bilden lediglich den fiktiven Rahmen der Handlung. Es sollte unnötig sein, zu erwähnen, dass es mir aber darum geht, eine aktuelle Problematik zu hinterfragen.“ In Syrien, wo das Drama noch nie vollständig zu sehen war, unterliegt der Text noch immer der Zensur.

Das Theaterprojekt des TAK e.V. ist Teil der Programmreihe Spring Lessons, die künstlerische Projekte aus dem Nahen Osten vorstellt und wurde gefördert durch die Berliner Senatskanzlei für Kulturelle Angelegenheiten, den Fonds Darstellende Künste, die Theresia Zander Stiftung und das Goethe Institut Kairo.

Preis: 13,- Euro, ermäßigt 8,- Euro

Ticketreservierungen unter: 030- 343 912 (AB)