Treffen sich zwei alte Kommunisten

Treffen sich zwei alte Kommunisten - Konstanze SchmEin künstlerisches Forschungsprojekt zu Utopie

kunst-PR-ojekte: Presse und Öffentlichkeitsarbeit

WIEDERAUFNAHME am 21., 22., 28., 29. und 30. Oktober 2011, 20.30 in der Vierten Welt

Idee und Realisierung: Konstanze Schmitt
Performance: Anna Schmidt und Martin Clausen
Architekt: Robert Burghardt; Bühne und Kostüm: Philine Rinnert; (Un)bewegte Bilder: Minze Tummescheit und Arne Hector

 

Zwei alte Kommunisten sitzen in ihren Wohnungen. Sie in einem Plattenbau an der Berliner Karl-Marx-Allee. Er in seinem Eigenheim am Rande einer westdeutschen Industriestadt.

Beide sind mehr als Zeitzeugen: Sie wächst als Kind einer kommunistischen Familie in der Sowjetunion auf und lehrt bis zu ihrer Pensionierung an einem Parteiinstitut in Ostberlin. Er schließt sich nach Kriegsende der FDJ West an, wird in den 1950er Jahren als Kommunist verfolgt, inhaftiert und aus diversen Jobs geworfen. In der Folge konzentriert er sich auf die politische Arbeit bei der Vereinigung der Verfolgten des Naziregimes und auf sein antifaschistisches Archiv.

Ihre gegensätzlichen Biographien, Erfahrungen und Ansichten von Utopien und Ideologien sind der Ausgangspunkt für die Auseinandersetzung mit dem Kommunismus. Von heute bewegt sich die Performance in die Vergangenheit von Utopien und ihr multiples Scheitern. Ins Abseits überholter Diskurse. Aber auch hin zu einer “Rekonstruktion der Zukunft” (Adamczak) – oder einem “Try again, fail better” (Beckett/Zizek).

Dokumentarisches Material, Fiktion, Theorie und eigene Erfahrungen werden von zwei Schauspielern ins Spiel geholt und zur Diskussion gestellt. Mit dabei ist auch ein Architekt und DJ: Er untersucht die moderne Architektur und seine Plattensammlung aus der Zeit des kalten Krieges auf ihr utopisches Potenzial.

Kartenbestellungen unter karten@viertewelt.de und 01578 – 844 0941

Gefördert durch den Hauptstadtkulturfonds sowie durch das Kulturamt Friedrichshain-Kreuzberg.

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