Das Festival für die Jüngsten: FRATZ international

Tanz, Zirkus, Performance für Kitakinder in 4 Bezirken Berlins
9. bis 15. Oktober 2026

Das Festival Fratz International zeigt schon zum achten Mal eine Woche lang Theaterkunst aus zahlreichen Ländern für Kinder an verschiedenen Berliner Spielstätten.  Dem Kitapublikum von 0-6 Jahren – immerhin ¼ Million Berliner*innen – ist dieses Festival gewidmet.  

Mit dabei sind 2026 Stücke aus Mexiko und Indien, Großbritannien, den Niederlanden und Schweden. Für das junge Publikum eignen sich am besten ästhetische Zugriffe, die nicht auf Sprache fokussieren. Gezeigt wird daher Tanz, Performance und zum ersten Mal auch eine Arbeit des zeitgenössischen Zirkus. Zugänglichkeit für Taubes* und neurodivergentes Publikum zu ermöglichen ist auch in der aktuellen Ausgabe wieder ein Anliegen der sechs Kuratorinnen.  

Bosque (2+) nennt sich das kontemplative Stück aus Mexiko, das die Schwere von Holz erkundet und sie der Leichtigkeit von Federn gegenüberstellt. Aus Schweden kommt die ebenso akrobatische wie humorvolle Arbeit ABC (3+), die alle Buchstaben des Alphabets unversehens aufblitzen lässt. Shelter (3+) setzt sich mit dem Thema der Obdachlosigkeit auseinander und macht musikalisch wie körperlich besprechbar, was auch in Berlin für viele Kinder im Alltagsleben sichtbar ist. Für Taubes Publikum (ebenso wie für hörendes) ist BÄÄÄM (3+) entwickelt worden – die Performance macht Klänge spürbar, widmet sich dem Rhythmusgefühl und erkundet Vibration – und das alles mit einer schönen Portion Glamour. The Sticky Dance (3+) ist eine immersive Tanzerfahrung, die das junge Publikum mit einbezieht. Die Arbeit richtet sich speziell auch an neurodiverse Kinder, die behutsam eingeladen sind, den Raum mit den Tänzer*innen zu erkunden, sich Spielangeboten anzuschließen oder auch einfach zu beobachten. Zwei Solos indischer Nachwuchskünstler*innen Neer – A Magic Drop (2+) und Build (3+) widmen sich in Materialerkundungen einem Tropfen Wasser und Stöcken mit Ton. Die Arbeiten entstanden im Fratz-Forschungslabor 2024 und werden jetzt einem Berliner Publikum präsentiert.
Nicht zuletzt wird auch die Berliner Tanzproduktion Baobab(2+)  der brasilianischen Choreografin und Tänzerin Cíntia Rangel über den Affenbrotbaum und die Geschichten aus 1000 Jahren, die er erzählen kann im Rahmen des Festivals gezeigt.

Neugeborene Kinder (ab 0) sind mit ihren Eltern zum interaktiven Fratz-Forschungslabor eigeladen.

Das Symposiums 2026 ermöglicht parallel zum Festival die Begegnung von Künstler*innen und Fachpublikum und lädt im Rahmen von Workshops, Vorträgen und Begegnungsformaten ein, in Austausch zu gehen und die Auseinandersetzung mit Arbeitsformen wie Ästhetiken zu vertiefen.

FRATZ international ist das bundesweit erste Festival speziell für Kinder im Kita-Alter, das internationale Inszenierungen zeigt, sich an Familienpublikum und Kitas gleichermaßen richtet und im Rahmen eines Symposiums aktuelle Fragestellungen des Kinder- und Jugendtheaters mit einem interessiertes (Fach-)Publikum diskutiert. Die sechsköpfige Jury berücksichtigte 145 eingereichte internationale Inszenierungen, aus denen sie die Produktionen für FRATZ einlud.

TERMINE          9.-15. Oktober 2026
SPIELORTE        
Blu:boks/Lichtenberg, Paul-Zobel-Straße 9, 10367 Berlin
Tanzhalle Wiesenburg/Wedding, Wiesenstraße 55, 13357 Berlin
Podewil/Mitte, GRIPS Saal + Tanzsaal, Klosterstr 68, 10179 Berlin
Nachbarschaftsheim Neukölln, Schierker Straße 53, 12051  Berlin
Junges Tanzhaus Berlin, Lucy-Lameck-Straße 32, 12049 Berlin

Information    www.fratz-festival.de
Preis               13 Euro, ermäßigt 9 Euro, Kinder 7 Euro (Kitavorstellungen 5 Euro)

FRATZ International – Begegnungen – Symposium – Festival für die Jüngsten vom 9.–15. Oktober 2026 produziert von Theater o.N. in Kooperation mit Offensive Tanz für junges Publikum, ThinkArts, Kulturprojekte Berlin. Mit freundlicher Unterstützung von GRIPS Theater, Junges Tanzhaus Berlin, FELD Theater für junges Publikum, Tanzhalle Wiesenburg, blu:boks Lichtenberg, Nachbarschaftsheim Neukölln e.V. und weiteren.
Gefördert vom Senat für Kultur und Gesellschaftlichen Zusammenhalt.